Ana Bilić – Smijeh zraku

 

Ana Bilić – Smijeh zraku

Ana Bilić – Ein Lachen in der Luft

Kad ne bih imala tijelo,

nego samo krila

i samo jednu mrežu,

onda bih

mogla uhvatiti

dašak vjetra

koji bi prljavštinu i nemilost

od sviju nas

mogao otpuhati.

Livade i male gradove,

ono obično bivstvovanje,

mogla bih ugledati na zemlji,

mogla bih jahati stepama,

mogla bih

se okrenuti,

i smijati,

što sam imala budućnost na

Bodenskom jezeru,

nakon što sam

sklopila moje prvo

obećano prijateljstvo

s Moskvom.

Tamno more na kraju će me

sigurno podsjetiti na nešto

što sam zaboravila kroz život,

stajat ću zbunjeno

i glupo pitati:

I ti si došao vlakom?

Jesi imao krila i mrežu?

Ispričaj mi to molim te još jedanput!

Wenn ich keinen Körper hätte

nur breite Flügel

und ein Netz

dann

würde ich einen Lufthauch

fangen können

der unseren Schmutz und unsere Ungnade

für alle von uns

abblasen könnte.

 

Wiesen und kleine Städte

ein ganz gewöhnliches Dasein

würde ich über das Land erblicken können

ich würde durch Steppen reiten

ich würde

mich drehen können

und lachen

dass ich eine Zukunft am Bodensee gehabt hatte

gleich

bevor ich meine erste versprochene

Freundschaft mit der Moskwa

geschlossen habe.

 

Das dunkle Meer am Ende wird mich sicher

an etwas erinnern

was ich durch dieses Leben vergessen habe

ich werde verwirrt dastehen

und dumm fragen:

Bist du auch mit dem Zug gekommen?

Hast du Flügel und ein Netz gehabt?

Erzähl mir darüber bitte noch einmal!

 

Gerald Kurdoğlu Nitsche (mit Bruno Gitterle) (Hrsg.), Neue österreichische Lyrik – und kein Wort Deutsch, Innsbruck-Wien, Haymon Verlag, 2008, 228-229.

Ana Bilić – Slike koje miluju

 

Ana Bilić – Slike koje miluju

Ana Bilić – Die knutschenden Bilder

Ima jedna stvar koju zaista želim:

ne imati svijest –

na znati ništa unaprijed,

ne znati ništa unazad.

Ali najvažnije je –

ne znati da postojim:

ne poznavati vlastito ime,

ne poznavati vlastiti grad,

ne sjećati se moje ulice,

ne prizivati prošlost,

ne imati život mojih slika.

Jer:

Sve slike trebaju same doći

Sve slike trebaju iznova

voditi ljubav sa mnom.

Jer:

sve slike su uvijek nove

i zato vječne,

i kad ću ih zagrliti,

i ja ću biti vječna.

Es gibt eine Sache, die ich wirklich begehre:

kein Bewusstsein zu besitzen –

über nichts im Voraus wissen

über nichts im Nachhinein wissen.

Aber das Wichtigste ist –

nichts zu wissen, dass ich existiere:

den eigenen Namen nicht zu kennen

die eigene Stadt nicht zu erkennen

mich nicht an meine Straße zu erinnern

keine Vergangenheit hervorzurufen

kein Leben meiner Bilder zu haben:

Denn:

Alle Bilder sollen von allein kommen.

Alle Bilder sollen erneut

Liebe mit mir machen.

Denn:

Alle Bilder sind immer wieder neu

und deswegen ewig

und wenn ich sie umarme

werde auch ich ewig sein.

 

Gerald Kurdoğlu Nitsche (mit Bruno Gitterle) (Hrsg.), Neue österreichische Lyrik – und kein Wort Deutsch, Innsbruck-Wien, Haymon Verlag, 2008, 230.

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