Dušan Duško Savić – Kamenje govori

 

Dušan Duško Savić – Kamenje govori

Dušan Duško Savić – Steine, die sprechen

Dozvoli mi samo jedared

da nektara načas srknem

s usana Tvojih, sočnih,

crvenih dragulja.

Dozvoli mi samo jedared

da milujem kosu od sedefa

što drsko vetrom se vijori,

barjak ushićenja.

Dozvoli mi samo jedared

da drhtavo zaigra mi srce,

bečki valcer u duši setnoj,

žudnjom skrhanoj.

Dozvoli mi makar jedared

da obujmim Te, toplo, nežno,

ogrejem obli kamen,

što neće da govori.

Erlaube doch einmal mir

kurz Nektar zu kosten

von deinen saftigen Lippen

deinen roten Edelsteinen.

 

Erlaube doch einmal mir

dein Perlmutthaar zu streicheln

das keck im Winde weht

diese Flagge des Entzückens.

 

Erlaube doch einmal mir

das mein zittrig Herz auftanzt

im Wiener Walzer, aus trübsinniger Seele

der von der Sehnsucht zerbrochenen.

 

Erlaube mir wenigstens einmal

dich zu umschlingen, wärmend, zärtlich

den rundlichen Stein zu beheizen

der nicht reden will.

 

Gerald Kurdoğlu Nitsche (mit Bruno Gitterle) (Hrsg.), Neue österreichische Lyrik – und kein Wort Deutsch, Innsbruck-Wien, Haymon Verlag, 2008, 292.

Dušan Duško Savić – Igra

 

Dušan Duško Savić – Igra Dušan Duško Savić – Der Reigen
Poskočiše sunca traci, milujući lice

na glavi jutrom produvanoj.

Živahni lahor liznu mi kapke

i ne otvori oči teške, snene.

Ko’ roj pčela u lavirintu

zaigraše kolo misli, vrteći u krug,

osećaj divan, pomalo čudan, ali toplo lep!

Odjednom ko’ rezom, nestade raja,

a kapci u hipu trznuše vid.

Gde su ti zraci, ta struja života

što dušu nam puni crvenom svetlošću?

Pokrio ih časkom, nabubreo – oblak beo!

Drznuo se bahat da slama tu Božju čar,

al’ vetar ga plaho i u trenu, oduva u kraj.

Poskočiše sunca traci, milujući lice

na glavi jutrom produvanoj!!!

Der Sonne Strahlen tänzelten, das Antlitz streichelnd

jenes vom Morgengrau durchwehte.

Die lebhafte Brise strich über die Augenlider mir

ohne die Augen selbst zu öffnen, die schweren und verträumten.

Wie ein Bienenschwarm im Labyrinth

sprangen die Gedanken in den Reigen, drehten sich im Kreis

eine Regung, so wundersam, ein wenig eigen und doch auf warme Weise schön!

Mit einem Male, als wär‘s ein Einschnitt, verschwand das Paradies

da plötzlich die Lider auf Antrieb aufschrien.

Wo sind nun die Strahlen, jener Lebensstrom

welcher mit purpurnem Schein die Seele uns erfüllt?

Verdeckt im Nu und angeschwollen – ein dunkles Gewölk!

Es maßt sich an, den göttlichen Zauber schroff zu brechen

jedoch pustete, scheu und augenblicklich, der Wind es davon.

Der Sonne Strahlen tänzelten, das Antlitz streichelnd

jenes vom Morgengrau durchwehte!!!

 

Gerald Kurdoğlu Nitsche (mit Bruno Gitterle) (Hrsg.), Neue österreichische Lyrik – und kein Wort Deutsch, Innsbruck-Wien, Haymon Verlag, 2008, 331.

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